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Das Erdöl Was ist Erdöl? Erdöl ist ein Zersetzungsprodukt aus kleinen Mikroorganismen, vor allem tierischem und pflanzlichem Plankton; den Mikroorganismen, die an der Wasseroberfläche schwimmen und Kohlendioxid umwandeln. Diese Lebewesen sanken zu Boden und wurden durch Druck ...
Anzahl Wörter: 288 - Aktuelle Sprache: Deutsch - Unterrichtsfach: Chemie -  Schultyp: Gymnasium Jgst. 10Rechtschreibung überprüft (ohne Gewähr!)Druckansicht verfügbarDownload als RTF-Datei verfügbar
ganz okay

Das Erdöl

Was ist Erdöl?

Erdöl ist ein Zersetzungsprodukt aus kleinen Mikroorganismen, vor allem tierischem und pflanzlichem Plankton; den Mikroorganismen, die an der Wasseroberfläche schwimmen und Kohlendioxid umwandeln. Diese Lebewesen sanken zu Boden und wurden durch Druck zu Marmor, oder sie wurden in sauerstoffarmen Meerestiefen mit Hilfe von bestimmten Mineralien als Katalysatoren von anaeroben (= ohne Sauerstoff auskommenden) Bakterien zu den Kohlenwasserstoffverbindungen zersetzt, die wir heute finden.

Die chemische Natur des Erdöls

Erdöl ist kein bestimmter Stoff, sondern ein Gemisch aus vielen verschiedenartigen Kohlenwasserstoffen. Zum einen sind da die einfachen, unverzweigten Alkane. Dazu kommen noch verzweigte Alkane, Zykloalkane (ringförmige Alkane) und ein je nach Herkunft verschieden großer Anteil an Aromaten. Es kommen zwar auch Stickstoff- und Schwefelverbindungen vor, die spielen jedoch keine Rolle.

Verarbeitung des Erdöls

Das Erdöl wird nun durch Destillation in seine Bestandteile zerlegt. Das geschieht in einem Destillationsturm. Das Öl wird auf ungefähr 400°C erhitzt, und dabei wird der Großteil des Erdöl gasförmig. Der Teil, der flüssig bleibt, sammelt sich am Boden des Destillationsturms und wird abgepumpt. Das Gasgemisch steigt im Turm nach oben und kühlt sich dabei ab. Das Gemisch strömt dabei durch sogenannte Glockenböden, wo das Gas durch das Kondensat fließen muss, das dabei entsteht, wenn sich das Gasgemisch abkühlt. So lassen sich die einzelnen Bestandteile grob trennen; die Bestandteile mit kürzeren Ketten, zum Beispiel Ethan oder Propan, haben einen extrem niedrigen Siedepunkt, der zum Teil weit unter dem Gefrierpunkt von Wasser liegt (Ethan: -89°C, Propan: -42°C, Butan aber nur noch -1°C), weshalb diese Stoffe bei Zimmertemperatur gasförmig sind und an der Spitze des Destillierturms aufgefangen werden. Je länger oder komplexer die Strukturen werden, desto höher liegt auch ihr Siedepunkt, sodass sie im Turm schon weiter unten kondensieren.

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