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Delinquenz bei Jugendlichen und Heranwachsenden
Quantitative Häufigkeit von Delikten bei Jugendlichen und Heranwachsenden
Jugendliche
Heranwachsende
1. Diebstahl und Unterschlagung
1. Delikte im ...
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Delinquenz bei Jugendlichen und Heranwachsenden
Gliederung
- Quantitative Häufigkeit von Delikten bei Jugendlichen und Heranwachsenden
- Qualitative Häufigkeit von Delikten bei Jugendlichen und Heranwachsenden
- Alter und Geschlecht der Täter
- Soziale Tätermerkmale
- Delinquenzbelastung und Nationalität
- Familiensituation und Delinquenz
Quantitative Häufigkeit von Delikten bei Jugendlichen und Heranwachsenden
| Jugendliche | Heranwachsende |
|---|---|
| 1. Diebstahl und Unterschlagung | 1. Delikte im Straßenverkehr |
| 2. Vergehen im Straßenverkehr | 2. Diebstahl und Unterschlagung |
| 3. andere Vermögensdelikte | 3. Andere Vermögensdelikte |
Qualitative Häufigkeit von Delikten bei Jugendlichen und Heranwachsenden
| 1. Raub und Erpressung | 1. Raub und Erpressung |
| 2. Diebstahl | 2. Vergehen gg. Person (Körperverletzung) |
| 3. Vergehen gg. sex. Selbstbestimmung | 3. Diebstahl und Unterschlagung |
Ursachen: größere Risikobereitschaft, jugendlicher Leichtsinn, Gruppencharakter, Delinquenzbelastung sinkt statistisch mit zunehmendem Alter (geringere Motivation)
Alter und Geschlecht der Täter
Jugenddelinquenz/Heranwachsendendelinquenz vorwiegend Jungen-/Männerdelinquenz (Frauen: etwa ein Viertel der Verurteilten)Grund: stärkere Verpflichtung auf nicht delinquente Werte und Normen bei Frauen (Ablehnung von körperlicher Gewalt und zu großem enthemmendem Alkoholismus bei Frauen)
Soziale Tätermerkmale
- Schulbildung: nach älteren Quellen: überproportionales Auftreten von Delinquenz bei Haupt- und Sonderschülern
- Beruf: überproportionales Vorkommen von Delinquenz bei Fehlender oder geringer beruflicher Qualifikation
Gründe Perspektivlosigkeit; eventuell höhere Dunkelziffer bei Jugendlichen oder Erwachsenen mit höherer Qualifikation - soziale Sicht: größere Repräsentanz der Unterschicht, allerdings: Sozialisationsbelastung als primärer Faktor, Schichtzugehörigkeit nur sekundär (dann, wenn Sozialisationsbelastungen materiell oder mit erzieherischer Kompetenz nicht aufgefangen werden können
Delinquenzbelastung und Nationalität
Delinquenz sozial integrierter Ausländer unauffällig, dagegen ist Delinquenz bei fehlender Schulbildung; Sprachproblemen, Perspektivlosigkeit überrepräsentiert; diesbezüglich bestehen keine unterschiede zu deutschen Jugendlichen mit ähnlichen SozialisationsbelastungenFamiliensituation und Delinquenz
Bei der Anzahl jugendlicher Delinquenz findet sich hoher Anteil aus "Broken Home"-Familien (strukturell oder/und funktional unvollständig) Allerdings: als entscheidende, problemverursachende Faktoren müssen hinzukommen:- schlechte soziale Verhältnisse (Armut, enge Wohnung, Arbeitslosigkeit)
- Erzieherisch bedingt: gewalttätige Erziehung, Streit, Inkonsequenz, ambivalente Erziehung, Vernachlässigung, "laissez-faire"-Erziehung
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