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Erziehung im Kindergarten Wichtigste Erziehungsziele heutiger Kindergärten a) kognitiv: - Entwicklung wichtiger Fertigkeiten (Anziehen, Essen, Spülen, Aufräumen, etc.) - altersgerechte Förderung der geistigen Bildung (Umweltverständnis z.B.: Einkaufen, ...
Anzahl Wörter: 168 - Aktuelle Sprache: Deutsch - Unterrichtsfach: Erziehung -  Schultyp: Gymnasium Jgst. 12Rechtschreibung überprüft (ohne Gewähr!)Druckansicht verfügbarDownload als RTF-Datei verfügbar
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Erziehung im Kindergarten

Wichtigste Erziehungsziele heutiger Kindergärten

a) kognitiv:
- Entwicklung wichtiger Fertigkeiten (Anziehen, Essen, Spülen, Aufräumen, etc.)
- altersgerechte Förderung der geistigen Bildung (Umweltverständnis z.B.: Einkaufen, Produktionsabläufe verstehen, Verkehrserziehung, etc.)
- Förderung der Konzentration
- Förderung der Kreativität
- Förderung der Selbstständigkeit

b) affektiv:
- Beherrschung der Aggression
- Einpassen in Gruppen
- Durchsetzungsfähigkeit/Kompromissfähigkeit
- Berücksichtigung/Erkennen der Individualität
- Selbstständigkeit

(Anforderung an Menschen der industriellen, demokratischen Leistungsgesellschaft)

Grundzüge der Entwicklung des Kindergartenwesens (in Deutschland)

19. Jahrhundert ("These"):
Ziel: disziplinierende Anpassung an bestehende (undemokratische) Gesellschaft
Funktion: gesellschaftsstabilisierend
Kritik: wenig kindgerecht

Antiautoritäre Bewegung ("Antithese"):
Ziel: Erziehung zu Ungehorsam, Selbstregulierung, freie Bedürfnisartikulation
Funktion: Änderung der Gesellschaft auf revolutionärem Weg/reformierendem Weg
Kritik:
- Kinder sind mit Selbstregulierung organisatorisch und entwicklungspsychologisch überfordert
- zu große, für Kinder nicht auszuhaltende Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und Erziehungsmethoden
- Desorientierung, Gefahr der Verwechselung von Selbstregulierung und Anpassung ("Gesetz des Stärkeren")

heutiger Kindergarten ("Synthese"):
- Anpassung an bestehende Gesellschaft
- größere Freiräume für kindliche Bedürfnisse (freies Spielen)
- Sexualität kein Tabu-Thema mehr
- keine geschlechtsspezifische Erziehung

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