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"Idee zu einer philosophischen Geschichte" von Immanuel Kant (1784) Im Text "Idee zu einer philosophischen Geschichte", den Immanuel Kant 1784 schrieb, untersucht er die Geschichte nach Hinweisen auf mögliche Fortschritte im Sinne der Aufklärung. Kant betrachtet den Lauf der ...
Anzahl Wörter: 262 - Aktuelle Sprache: Deutsch - Unterrichtsfach: Philosophie -  Schultyp: Gymnasium Jgst. 11Rechtschreibung überprüft (ohne Gewähr!)Druckansicht verfügbarDownload als RTF-Datei verfügbar
ganz okay

"Idee zu einer philosophischen Geschichte" von Immanuel Kant (1784)

Im Text "Idee zu einer philosophischen Geschichte", den Immanuel Kant 1784 schrieb, untersucht er die Geschichte nach Hinweisen auf mögliche Fortschritte im Sinne der Aufklärung. Kant betrachtet den Lauf der Geschichte als vorherbestimmt. Er sei ein verborgener Plan der Natur, dessen einziger Zweck die Entwicklung einer perfekten, das heißt innerlich und äußerlich vollkommenen Staatsverfassung sei. Diese "Naturabsicht" sei außerdem in einem Kreislauf organisiert, der aufgrund des langsamen Ablaufes von der Menschheit jedoch nur sehr schwer erkannt werden kann. Die Menschen seinen deshalb nur in der Lage einen kleinen Teil des Ganzen zu überblicken. Kant vergleicht diesen Kreislauf mit dem Lauf der Sonne bzw. dem Lauf unseres Sonnensystems im Universums, der, mit allen zugrunde liegenden Erkenntnissen, ebenso schwer bestimmt werden kann. Doch begründet Kant das fehlende Wissen über diesen Zustand damit, dass die Menschen vielmehr damit beschäftigt seien auf kulturellem Gebiet (Wissenschaften, Künste, etc.) miteinander zu konkurrieren. Dies gehöre jedoch ebenso zur Entwicklung der Geschichte, wie das Verlangen nach persönlicher und bürgerlicher (z.B. den Handel betreffend) Freiheit sowie nach der Religionsfreiheit. Dieser Fortschritt muss aber, so Kant, insbesondere auch auf die Regierenden Einfluss haben. Doch werden sie sich kaum davon abhalten lassen, die vorhandenen finanziellen Mittel in Kriege zu stecken, was im Sinne der Aufklärung jedoch nicht schadet, solange die Regierenden das Volk nicht am Fortschritt hindern. Durch Kriege können positive Entwicklungen erzielt werden, sofern sie in der Lage sind einen künftigen, großen Staatskörper zu schaffen und ein Gefühl zur Erhaltung des Ganzen wecken. Gleiches gilt für Revolutionen, sofern auch sie einem "allgemeinen weltbürgerlichen Zustand" anstreben.

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