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Generationenkonflikt in der Literatur
Beim Konflikt zwischen Vater und Sohn handelt es sich um einen Machtkampf, der ausbricht, wenn die junge Generation zu Selbständigkeit herangereift ist, die alte aber die Herrschaft noch in Händen hält und auch noch die Fähigkeit besitzt, sie ...
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Generationenkonflikt in der Literatur
Beim Konflikt zwischen Vater und Sohn handelt es sich um einen Machtkampf, der ausbricht, wenn die junge Generation zu Selbständigkeit herangereift ist, die alte aber die Herrschaft noch in Händen hält und auch noch die Fähigkeit besitzt, sie auszuüben. Normalerweise ist in einer Familie nur für einen Mann Platz zum Besitzen und Befehlen, und normalerweise fügt sich der Junge in die Abhängigkeit, bis der Alte gewillt oder durch Schwäche gezwungen ist, abzutreten. Ob die zwangsläufigen Reibungen zum offenen Konflikt führen, hängt von dem Temperament der Beteiligten, dem geltenden Sittengesetz und den sozialen Gegebenheiten ab. Der Kampf des einen gegen den anderen oder die Vernichtung des einen durch den anderen ist jedenfalls kein Naturgesetz. Bei nahezu allen Kulturnationen mit vaterrechtlicher Prägung gilt im Gegenteil liebevolle Fürsorge auf der einen, pietätvoller Gehorsam auf der anderen Seite als naturgemäß.
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