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Cäsars gallische Ethnographie
Zwischen Wissenschaft und Politik
Cäsars gallische Ethnographie (Völkerkunde) ist eine Meisterleistung, die es fertig bringt, auf knappstem Raum die Innen- und Außenpolitik und die gesellschaftlich-, wirtschaftliche Grundlagen des gallischen ...
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Cäsars gallische Ethnographie
Zwischen Wissenschaft und Politik
Cäsars gallische Ethnographie (Völkerkunde) ist eine Meisterleistung, die es fertig bringt, auf knappstem Raum die Innen- und Außenpolitik und die gesellschaftlich-, wirtschaftliche Grundlagen des gallischen Systems vorzulegen. So zeigt er zum Beispiel in nur zwei Kapiteln das Funktionieren des keltischen Klientelwesen und der Politik auf und zwar in einer Form, die außerordentliche Intelligenz und Staatsmännigkeit zeigt.
In der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts veröffentlichte der stoische Philosoph Poseidonios, einen Bericht seiner persönlichen Erlebnisse in Gallien, anhand denen er die dortigen Gefüge zu erklären suchte. Häufig wird die Meinung vertreten Poseidonios wäre die Quelle für Cäsars Schriften gewesen, was jedoch sehr umstritten ist. Cäsar schrieb in seinem Werk wohl eher ganz bewusst nicht über das, was Poseidonios ohnehin schon berichtet hatte, sondern er baute auf dessen Werk auf
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