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Der Geigenbau Aus einem Stück Ahorn wird der Umriss des Bodens und aus einem Stück Fichte der Umriss der Decke gesägt. Sobald der Umriss fertig ist, werden mit Hobel und Schnitzmesser und einem Stecheisen alle nötigen Kanten und die Wölbung, die für den Klang wichtig ist, ...
Anzahl Wörter: 283 - Aktuelle Sprache: Deutsch - Unterrichtsfach: Musik -  Schultyp: unbekannt Jgst. 6Rechtschreibung überprüft (ohne Gewähr!)Druckansicht verfügbarDownload als RTF-Datei verfügbar
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Der Geigenbau

Aus einem Stück Ahorn wird der Umriss des Bodens und aus einem Stück Fichte der Umriss der Decke gesägt. Sobald der Umriss fertig ist, werden mit Hobel und Schnitzmesser und einem Stecheisen alle nötigen Kanten und die Wölbung, die für den Klang wichtig ist, hergestellt.

Wenn Boden und Decke fertig sind, wird der Zargenkranz für die Verbindung von Boden und Decke, aus Ahorn, gefertigt. Der Zargenkranz besteht aus Oberbügel, Mittelbügel und Unterbügel. Insgesamt setzt sich der Kranz aus 24 Teilen zusammen.

Die Zargen müssen befeuchtet und dann gebogen werden. Nachdem der Zargenkranz mit Boden und Decke verbunden ist, wird mit einem Stecheisen eine Vertiefung, der Adergraben, eingeschnitzt, in den die Einlage (Flödel), meist Schwarz-Weiß-Schwarz, eingefügt wird. Die Einlage verhindert weiteres Einreißen durch beispielsweise kleinere Risse. Sobald die Einlage fertig ist, wird die Stärke des Holzes gemessen.

Mit Stecheisen werden links und rechts die F-Löcher eingeschnitzt. Als nächstes werden Hals und Schnecke aus Ahorn geschnitzt. Wenn diese fertig sind, werden sie auf den Körper der Geige geleimt. Dann wird das Griffbrett, das meist aus Ebenholz besteht, auf den Hals geleimt. Sobald alles fest ist, wird die Grundierung (Firnis) aufgetragen. Der Lack für das Anstreichen wird selbst hergestellt. Nachdem der Lack acht bis zehn mal aufgetragen ist, wird die Geige getrocknet. Der Lack darf den Klang nicht beeinflussen.

Nachdem alles getrocknet ist, wird der Stimmstock durch das rechte F-Loch eingeklemmt. Stimmstock und Bassbalken sorgen für die Resonanz. Danach werden Wirbel in der Schnecke angebracht. Als nächstes wird der Steg, der wichtig für den Klang ist, befestigt.

Zum Schluss wird noch der Saitenhalter angebracht und die die Geige mit vier (Stahl-)Saiten über Wirbel und gegebenenfalls Feinstimmer (am Saitenhalter) bespannt.

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