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Amerika unter europäischer Herrschaft Dreihundert Jahre fiel Amerika unter die Herrschaft europäischer Staaten. Der Hauptteil fiel an Spanien. England, Portugal, Frankreich und Holland konnten kleinere, zum Teil aber wichtige Länder erwerben. Solche eroberten Gebiete in Übersee nennt ...
Anzahl Wörter: 292 - Aktuelle Sprache: Deutsch - Unterrichtsfach: Geschichte -  Schultyp: unbekannt Rechtschreibung überprüft (ohne Gewähr!)Druckansicht verfügbarAnzeige im Text-Format verfügbarDownload als PDF-Datei verfügbarDownload als RTF-Datei verfügbar
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Amerika unter europäischer Herrschaft

Dreihundert Jahre fiel Amerika unter die Herrschaft europäischer Staaten. Der Hauptteil fiel an Spanien. England, Portugal, Frankreich und Holland konnten kleinere, zum Teil aber wichtige Länder erwerben. Solche eroberten Gebiete in Übersee nennt man Kolonien.
Die Europäer brachten viele Nutzpflanzen und Haustiere nach Amerika: Reis, Zuckerrohr, Weizen, Kaffee, Pferde und Schweine. Die Eroberer schifften Kartoffeln, Tomaten, Bohnen und Tabak nach Europa.
In Amerika, wo bislang nur indianische Sprachen gesprochen wurden, kamen nun Spanisch, Portugiesisch und Englisch auf.
Mehr und mehr wurden die Indianer zur Sklaverei gezwungen. Sie litten unter den Schlägen und unter den harten Arbeitsbedingungen. Die Zahl der Indianer ging immer mehr zurück, weil sie schlecht ernährt und behandelt wurden, durch unbekannte Krankheiten, wie Pocken und Masern, die von den Europäern eingeschleppt wurden. Aber auch durch die vielen Eroberungskriege bezahlten viele Indianer mit ihrem Leben. Innerhalb von 333 Jahren sank die Zahl der Indianer von über sechzig Millionen auf 7,8 Millionen.
Mit den Eroberern kamen auch Priester und Mönche nach Amerika. Als sie sahen, wie schlecht die Indianer behandelt wurden, protestierten sie: der Mönch Antonio de Montesinos sagte: "Mit welchem Recht haltet ihr diese Indianer in so grausamer Knechtschaft? Seid ihr nicht verpflichtet, sie zu lieben wie euch selbst?" Doch der Protest wirkte bei den europäischen Siedler nicht. Der spanische König aber hörte darauf. Er verbot die Versklavung der Indianer. Leider dauerte es lange, bis die Europäer in Spanien diesen Befehl durchsetzten. Auch wurden die Indianer nicht völlig frei. Sie lebten zwar in ihren eigenen Dörfern, mussten aber immer wieder für die Europäer arbeiten oder Abgaben abliefern. Sogar in den Bergbaugebieten wurden sie zur Arbeit gegen sehr niedrigen Lohn verpflichtet.
Auch heute gibt es bedrohte Indianer. Es sind vor allem jene Stämme, die in abgelegenen Gebieten leben.

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