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Christentum - Vom Staatsfeind zur Staatskirche
Die allgemeine Lage im dritten Jahrhundert n. Chr. Seit der Einrichtung der Monarchie durch Augustus bot das römische Reich ein Bild majestätischer Stabilität: Während annähernd zweier Jahrhunderte erfreute es sich fast ständigen Friedens ...
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Christentum - Vom Staatsfeind zur Staatskirche
Die allgemeine Lage im dritten Jahrhundert n. Chr. Seit der Einrichtung der Monarchie durch Augustus bot das römische Reich ein Bild majestätischer Stabilität: Während annähernd zweier Jahrhunderte erfreute es sich fast ständigen Friedens und bemerkenswerten Wohlstandes, insgesamt eines Zustandes der Wohlordnung, den einige militärische oder politische Zwischenfälle nicht ernsthaft hatten beeinträchtigen können. Begünstigt durch diese Lage passten sich die juristischen, administrativen und sozialen Strukturen auf der Grundlage des durch die Monarchie geschaffenen Bezugsrahmens den Erfordernissen an, was angesichts der monarchischen Regierungsform unausweichlich war. Der Staat, der einzig die Respektierung der Gesetze und der bestehenden Ordnung forderte, beließ allen Einwohnern des Reiches den Genuss individueller Freiheit, einschließlich der Ausübung der Religion. In einer Gesellschaft, die sich in eine Hierarchie von Ständen
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