|
Latein/Übersetzung,_Ostia_Band_1,_Lectio_Octava,_A
Cn. Marcius Coriolanus
Nach dem Essen fährt Polybius den Kindern vom alten Rom zu erzählen fort :
In alter Zeit schickte das röm. Volk Cn. Marcius Coriolanus, ein guter Mann, der sich um sein Vaterland sehr ...
|
![]() |
Latein/Übersetzung,_Ostia_Band_1,_Lectio_Octava,_A
Cn. Marcius Coriolanus
Nach dem Essen fährt Polybius den Kindern vom alten Rom zu erzählen fort :
In alter Zeit schickte das röm. Volk Cn. Marcius Coriolanus, ein guter Mann, der sich um sein Vaterland sehr verdient gemacht hatte, ins Exil. Daher lebte Coriolanus lange Zeit zusammen mit den Volscern im Exil. Die Volscer aber waren damals die Feinde der Römer. Wenig später drang Coriolanus mit den Legionen der Volscer in die Länder der Römer ein und besiegte die röm. Legionen. Schon gaben die Römer die Hoffnung für Ihr Vaterland auf und schickten Friedensgesandte zu den Volscern. Vergeblich baten sie um Frieden. Die römischen Senatoren erstarrten, das Volk zitterte, die Männer und Frauen beweinten schon den Untergang des Vaterlandes.
Da traten zwei Frauen, die Mutter und die Ehefrau von Coriolanus in das Lager der Volscer. Coriolanus sah seine Mutter, seine Frau und seine Söhne und lief ihnen, um sie zu begrüßen sofort entgegen. Die Mutter aber sagte sauer zu dem Sohn: " Lange Zeit habe ich glücklich gelebt, denn ich habe einen guten Sohn gehabt. Immer habe ich deine Verbannung bedauert. Bin ich zu einem Feind des römischen Volkes gekommen oder zu meinem Sohn?" Da sagte Coriolanus: "Du hast, oh mein Vaterland, meinen Zorn durch die Worte meiner Mutter besiegt."
Druckansicht
Anzeige im Text-Format
Download als PDF-Datei
Download als RTF-Datei
Bewertung abgeben Fehler melden per eMail weiterempfehlen
