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Karl Schmidt-Rottluff
Karl Schmidt wurde am 1. Dezember 1884 in Rottluff geboren. Wie Nolde
nahm er den Namen seines Geburtsortes an. 1905 besuchte er die Technische
Hochschule Dresden. Unter dem Einfluß des Fauvismus brachte
Schmidt-Rottluff, Bilder von ...
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Karl Schmidt-Rottluff
Karl Schmidt wurde am 1. Dezember 1884 in Rottluff geboren. Wie Nolde
nahm er den Namen seines Geburtsortes an. 1905 besuchte er die Technische
Hochschule Dresden. Unter dem Einfluß des Fauvismus brachte
Schmidt-Rottluff, Bilder von
glühender Farbigkeit hervor. Ein Beispiel ist das Bild "Am Bahnhof"
von 1908. 1912 nahm Schmidt-Rottluff an der Graphikausstellung des "Blauen
Reiters" in München und an der Sonderbundausstellung in Köln
teil. In diesem Jahr
erfahren seine Naturschilderungen eine neue Vertiefung. Schmidt-Rottluffs
graphischer Stil wandelte sich von lebensbejahender Kraft über Niedergeschlagenheit
zu grimmiger Seelenanalyse. Gegen Ende des Krieges gestaltete Schmidt-Rottluff
eine Reihe religiöser Themen, die von ähnlicher Bitterkeit erfüllt
sind. 1918 fertigte er den Holzschnitt "Gang nach Emmaus", ein dynamisch
gestaltetes Werk, das durch eine weit ausschwingende Kurve von Landschaft
und Straße beherrscht wird. Die Augen
der Christusgestalt sind in ihrer Verschiedenheit wiederum starke Ausdrucksträger.
Die beiden Gefährten schlagen, ergriffen von der Helligkeit des Augenblicks,
die Augen nieder. Horizontale Linien am Himmel und von der Sonne erhöhen
die Dynamik der Darstellung dadurch, dass sie parallel zur Straße
geführt sind. Diese Holzschnitte verdeutlichen den
Einfluß der "Negerplastik". 1931 wurde er Mitglied der
Preußischen Akademie der Künste, aus der er zwei
Jahre später ausgeschlossen wurde. 1937 wurden mehr als 600 seiner
Arbeiten als "entartet" beschlagnahmt und 25 Gemälde sowie 26 graphische
Blätter bei der Münchener Ausstellung gezeigt. Schmidt-Rottluff
gehörte zu den wenigen
Künstlern, die offizielles Malverbot erhielten, dessen Einhaltung
ab 1941 sogar durch polizeiliche Kontrollen erzwungen wurde.
1946 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Bildende
Künste in Berlin
Am 10. August 1976 starb Schmidt-Rottluff.
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