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Chor im Kölner Dom
Als Chor wird der gesamte Bauteil um den Altar einer Kirche, das Kernstück der ganzen Anlage bezeichnet. In ihm versammelt sich der Klerus zum Gottesdienst. Oft ist der Chor um einige Stufen zum Langhaus hin, dem Gemeinderaum, erhöht, besonders wenn unter dem ...
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Chor im Kölner Dom
Als Chor wird der gesamte Bauteil um den Altar einer Kirche, das Kernstück der ganzen Anlage bezeichnet. In ihm versammelt sich der Klerus zum Gottesdienst. Oft ist der Chor um einige Stufen zum Langhaus hin, dem Gemeinderaum, erhöht, besonders wenn unter dem Chor eine Krypta liegt. Als Raumtrennung zwischen Klerus und Laien dienen seit frühchristlicher Zeit Chorschranken. Der Hauptchor ist meist im Osten gelegen, der Gegenchor im Westen.
Zu den wertvollsten Stücken der Innenausstattung im Kölner Dom gehört das reich geschnitzte Chorgestühl (etwa 1320) aus Eichenholz, mit 104 Sitzen das größte in Deutschland. Im Mittelalter waren diese für 51 Personen vorbehalten, unter denen waren Adlige, Gelehrte, der Papst und der Kaiser. Dem Papst kam der Sitz auf der Nordseite und dem Kaiser der Sitz auf der Südseite zu. Die übrigen Geistlichen nahmen in der unteren Reihe Platz. Zwischen den einzelnen Sitzen sind Knäufe mit Laubwerk, Tier- und Menschenfiguren. Der Hauptschmuck jedoch befindet sich unter den Sitzen. Darauf dargestellt ist das irdische Leben des Menschen mit seiner Lust, mit seiner Verführbarkeit zur Sünde und seiner Erlösungssehnsucht.
Hinter dem Chorgestühl befinden sich die gemauerten Chorschranken. Es wird durch eine Ölmaltechnik das Leben von Heiligen dargestellt, die in besonderer Weise dem Kölner Dom verbunden sind (z.B. die Legende der Heiligen Drei Könige).
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