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Die Thesen des Samuel Huntigton
Huntigton versucht uns zu erklären, wie die Welt heute und morgen "im Innersten beschaffen" ist, was die Menschen zum Nachdenken und zum Handeln zwingt. Und das sei, so Huntigton, die Entwicklung und Abgrenzung der größten existierenden menschlichen ...
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Die Thesen des Samuel Huntigton
Huntigton versucht uns zu erklären, wie die Welt heute und morgen "im Innersten beschaffen" ist, was die Menschen zum Nachdenken und zum Handeln zwingt. Und das sei, so Huntigton, die Entwicklung und Abgrenzung der größten existierenden menschlichen Kollektive auf der Erde, der Kulturen, die durch historische Nähe, gemeinsame Wertsysteme, Lebensweisen, Weltbilder und entsprechende gesellschaftliche und politische Denkweisen geprägt seien. Interessanterweise gruppiert er seine Weltkulturen um Religionen - dies mag überraschen, aber er führt die religiöse Fundamentalisierung (streng bibelgläubige evangelische Richtung in den USA, die sich gegen Bibelkritik u. moderne Naturwissenschaften wendet) in vielen Teilen der Welt als Beleg ins Feld. In diesem Lichte unterscheidet er sieben Kulturen. Die meisten der Kulturen gruppieren sich um einen Zentralstaat: die USA.
Huntigton sieht die Kulturen, verkörpert und geführt durch die jeweilige Vormacht, aufeinanderprallen. Bereits jetzt seinen ihre Grenzen Orte der Reibung. Multikulturelle Staaten wie Bosnien, der Sudan, Malaysia oder Indonesien zeigen Bruchstellen bis hin zu inneren Kriegen, wobei vor allem der Islam "blutige Grenzen" aufweise. Trennung sei die einzige friedensstiftende Antwort: Schluss mit dem Multikulturalismus; Huntigton empfiehlt die Schaffung kulturell reiner Staaten. Nur eine Politik der wechselseitigen Abgrenzung, die die interkulturellen Begegnungs- und Reibungsflächen vermindert, könne fatale globale Konfrontation eindämmen.
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