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Brief 4 von Plinius
(1) He Du! Du sagst Dich zum Essen an und kommst nicht. Das Urteil lautet: auf den Pfennig genau wirst Du mir die Kosten erstatten, und die sind nicht gering! (2) Vorbereitet waren ein einzelner (bzw. Kopf) Salat, je (bzw. für jeden) drei Schnecken, je (bzw. für ...
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Brief 4 von Plinius
(1) He Du! Du sagst Dich zum Essen an und kommst nicht. Das Urteil lautet: auf den Pfennig genau wirst Du mir die Kosten erstatten, und die sind nicht gering! (2) Vorbereitet waren ein einzelner (bzw. Kopf) Salat, je (bzw. für jeden) drei Schnecken, je (bzw. für jeden) zwei Eier, Brei mit Honigwein und Schnee zum Kühlhalten (denn auch den wirst du mir berechnen, ja besonders den, der auf dem Tablett geschmolzen ist), Oliven, Mangoldwurzeln, Gurken, Zwiebeln und tausend andere nicht weniger köstliche Speisen. Du hättest Schauspieler hören können oder einen Vorleser oder einen Lautenspieler oder, freigebig wie ich bin, alle zusammen. (3) Aber Du hast bei irgendwem (jemandem, den ich nicht kenne...) Austern, Schweinsgekröse, Seeigel und Gaditanerinnen vorgezogen.
Du wirst bestraft werden; wie, sage ich nicht. Gefühllos hast Du gehandelt: Du hast die Freude verdorben, ob Dir, weiß ich nicht, mir gewiss, aber sicherlich (indessen) auch Dir.
Wie hätten wir gescherzt, gelacht und studiert! (4) Du kannst bei vielen (Leuten) prächtiger speisen, nirgends aber heiterer, ungezwungener und unbekümmerter. Kurz (und gut), versuche es und, wenn Du später nicht lieber anderen absagen willst, dann sage bei mir (für) immer ab. Lebe wohl!
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